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Liebesgedicht des Monats

Liebesgedichte Sidonie Grünwald-Zerkowitz

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SIDONIE GRÜNWALD
- eine moderne Mythe
- Es
- gestörtes Küssen
- ob's Liebe ist?


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Rainer Maria Rilke
Sidonie Grünwald-Zerkowitz
Yvan und Claire Goll

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zitat

Wenn das Buch "das Gretchen von heute" den
allerkleinsten Teil der Aufgabe
erfüllt, die es sich gestellt hat,
wenn es nur e i n e n Heinrich
bestimmt, sein Gretchen zu
heiraten, obgleich es arm ist:
ward es nicht vergeblich
geschrieben.

(Sidonie Grünwald-Zerkowitz)

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Schöne Liebesgedichte von der österreichischen Schriftstellerin Sidonie Grünwald-Zerkowitz.

Den Kuss auf Morgen nicht verschieb

Den Kuß auf morgen nicht verschieb'!
Küß mir ihn auf der Stelle!
Gepflückt vom Strauch, gepflückt von Lieb'
Muß werden schnelle, schnelle!

Denn weg vom Strauch die Blum' verweht;
Drum pflücke sie im Blühen,
Und nach dem Kuß die Lust vergeht -
Drum küß mich rasch im Glühen!

(Sidonie Grünwald Zerkowitz, 1852-1907, österreichische Schriftstellerin, Dichterin, Übersetzerin)

Wie's schneit

Indessen seh' ich zu, wie's schneit,
Erhoffend Frühlingsweben;
... Doch wird die goldne Frühlingszeit
Dein Lieben wohl - erleben?

(Sidonie Grünwald Zerkowitz, 1852-1907, österreichische Schriftstellerin, Dichterin, Übersetzerin)

Guten Morgen

Was mich so früh denn täglich zwingt
Auf, fort vom weichen Pfühle?
- Das Morgenrot, drin, wann es winkt,
Ich Dich, Lieb, seh' und fühle!

Wann Morgenrot ins Stübchen schlich
Die Lider mir zu erschließen,
Im süßen Morgentraum mein' ich,
Du seist es und kämst, um mich zu grüßen!

Dann stürz' ich dem Tag entgegen voll Lust,
Der Dich so früh bracht wieder
Meinem Seelenaug', - und meiner Brust
Entschäumen dann Jubellieder!

(Sidonie Grünwald Zerkowitz, 1852-1907, österreichische Schriftstellerin, Dichterin, Übersetzerin)

Wenn ich dich lieb

Wenn ich dich lieb, wirst Du's empfinden
Und danken mir wie Liebe dankt?
Wird nicht Dein Arm nur mich umwinden,
Ohn' dass mich auch Dein Herz umrankt?
Ob's mir mit meiner tiefen Liebe
Nicht wie dem Morgentau ergeht,
Der auf den Stein fiel, - nicht auf Triebe -
Vom Stein ihm Blüte nie ersteht.

(Sidonie Grünwald Zerkowitz, 1852-1907, österreichische Schriftstellerin, Dichterin, Übersetzerin)

Quelle: Das Gretchen von heute, 1. Kapitel, S. 2+3.

Ein Wort - ein Zunder

Im Briefe Dein
Das Wörtchen klein:
»Ich liebe Dich!«
Wie fesselt's mich!
Daß ich darauf muß immer sehn,
Bis mir die Augen übergehn!

Das Wort im Brief
Wie warf es tief
Mir seine Glut
In Seel' und Blut!
Vielleicht geschrieben ohne Acht,
Was hat dies Wort in mir entfacht!

(Sidonie Grünwald Zerkowitz, 1852-1907, österreichische Schriftstellerin, Dichterin, Übersetzerin)



Herbstlicher Bescheid

Bin traumversunken hingeschlendert
- Dein Lieben war es, drob ich sann -
Vorbei an einer Reih Akazien,
Die trüber Herbsthauch grau umspann.

Nach einem Stenglein Baumgefieder,
Dass sich am Zweig schon herbstmatt wiegt,
Zog's meine Hand; denn sein Orakel
Nie auf des Herzens Frage lügt.

Ich löste ab ein Blatt.. "Er liebt mich.."
"Von Herzen" ..pflückt' ich weiter fort;..
Doch, ach, bei "über alle Massen",
Hing da das Blättchen - herbstverdorrt!

(Sidonie Grünwald Zerkowitz, 1852-1907, österreichische Schriftstellerin, Dichterin, Übersetzerin)

Quelle: Das Gretchen von heute, 1. Kapitel, S. 3.



Du indst um mich Liebe wie Blumenranken

Du windst um mich Liebe wie Blumenranken
Und ich hang an dir mit allen Gedanken
Wie der Käfer all seinen Daseinstraum
Verbringt an der duftigen Ranke Saum,
An der im Rausch er so lang bebt,
Bis er sich in Seligkeit ausgelebt!

(Sidonie Grünwald Zerkowitz, 1852-1907, österreichische Schriftstellerin, Dichterin, Übersetzerin)

Quelle: Das Gretchen von heute, 2. Kapitel, S. 18.

Aufforderung

Komm, ich küss Dich! Komm ich herz' Dich!
Komm, verliere keine Zeit!
Komm, geniess'! Nur Der ist glücklich,
Dem kein morgen gilt, nur heut!
Heiss umfass' das ganze Leben!
Alles nimm, was es will geben!
Dein sei jetzt die ganze Welt!
Denn wie lang, und, was gefällt
Heute Deinen trunknen Sinnen,
Siehst als Trugbild Du zerrinnen,
Wann aus seliger Rauschesnacht
Du zur Nüchternheit erwacht!
Süss der Rausch auch Einer Stunde!
Trink' ihn Dir von meinem Munde!

(Sidonie Grünwald Zerkowitz, 1852-1907, österreichische Schriftstellerin, Dichterin, Übersetzerin)

Quelle: Das Gretchen von heute, 2. Kapitel, S. 43.



Mir will es nicht genügen

Mir will es nicht genügen,
Liebt mich mein Lieb verschwiegen;
Mein Herz drum wissen muss!
Mein Lieb mich küssen muss!

Was klag' ich da vergebens
Das Leid all meines Lebens?
Lieb ja begehren muss,
Was ich - verwehren muss.

(Sidonie Grünwald Zerkowitz, 1852-1907, österreichische Schriftstellerin, Dichterin, Übersetzerin)

Quelle: Das Gretchen von heute, 2. Kapitel, S. 43. Verlag von Caesar Schmidt, Zürich, 1900.


Quelle dieser Gedichte

Das Gretchen von heute von Sidonie Grünwald-Zerkowitz

Verlag von Caesar Schmidt, Zürich 1900.


Sidonie Das Gretchen von heute Gretchen

© Fotos dieser drei Abbildungen von Monika Minder

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