Dann in meines Herzens Grunde
Wird es still und feierlich,
Und es naht sich leis die Stunde
Der Erinnerung an dich.

(Helene Branco, 1816-1894)

Herz - Herzen

Schöne Gedichte, Gedanken und Sprüche aus verschiedenen Epochen. Texte, die von Herzen kommen und aus dem Herzen erzählen. Manchmal will es uns das Herz brechen, es liegt uns etwas auf dem Herzen, wir tun etwas leichten oder schweren Herzens. Wir sind herzlich oder herzlos... . Schöne und liebevolle Poesie, tiefsinnige Lyrik und interessante Texte rund um das Thema Herz, Schmerz, Seele Liebe, Leid.

Liebe! Eins und Alles! Liebe!

Liebe! Eins und Alles! Liebe!
Du nur, Lebensschöpferinn,
Schufst zum Geist und Weltgetriebe
Sinn in Kraft, und Kraft in Sinn.
Eh die Sonnen Erden hellten,
Eh sich Herz und Herz erkor,
Bildetest den Plan der Welten
Du dem Allvollender vor.

(Friedrich Bouterwek, 1766-1828, deutscher Philosoph und Schriftsteller)

Herzen

Herzen, denen die Öffnung fehlt wie der Seele
das Gewissen. Wir sitzen fest in erschlagenden Zeilen, Skizzen und Halbweisheiten. Luft holend schiffen wir uns Träume über Bord, suchen stellvertretend nach dem grossen Nichts und schieben das ausgediente Herz in eine Leere. Dass nichts mehr schmerzt, ist alltäglich geworden. Doch Unglücksstrophen fordern, wenn die Tage zu wenig hart sind.

(© Monika Minder)

S P R U C H
GROSSE GEDANKEN ENTSPRINGEN IM HERZEN.

(Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues, 1715-1747)

Wirst du heiss, du Herz von Eisen

Wirst du heiß, du Herz von Eisen,
O so komm, daß ich dich schmiede!
Mußt mich ein bißchen besser leiden
Mit jedem Liede!

O lehr mich die Welt verachten
Mit ihrem tödlichen Genusse!
Laß inniger nach dir mich schmachten
Mit jedem Kusse!

Die Liebeskraft nehm' ich zusammen,
Von dir nur spricht des Herzens Klopfen;
Dir glüht sein Blut in reinen Flammen
Mit jedem Tropfen!

Gib jeden Tag mir das Geleite,
Gib Tau, in dem mein Herz sich tauche;
Dann dankt es dir beim Heimwärtsschreiten
Mit jedem Hauche!

(Peter Cornelius, 1824-1874, deutscher Komponist und Dichter)

S P R U C H
Das Wunderbarste von all dem, was im Menschen ist, ist sein Herz; denn es ordnet sein ganzes Wesen.

(Tausendundeine Nacht)

Himmel und Welle

Gestern war ich voller Schmerz,
Heut ist Alles süß und helle:
Wie der Himmel, so die Welle,
Wie mein Liebling, so mein Herz!

(Helmina von Chézy, 1783-1856, deutsche Journalistin, Dichterin und Librettistin)

S P R U C H
Die Männer verschließen ihr Herz nur deshalb, damit niemand sieht, daß nichts drin ist.

(Moritz Gottlieb Saphir, 1795-1858)

Guter Rat

Die Zeit vergeht, die Welt wird alt,
Das Haupt wird grau, das Herz wird kalt,
Ihr Menschen gedenket des Herzens.
Die Flamme, die es einst durchglüht,
Die Blume, die ihm einst erblüht,
Und es durchhaucht mit Seligkeit,
In der Zeit der Liebe, der Jugendzeit,
Bewahret, bewahrt sie im Herzen.

Nennt Torheit nicht, was ihr gefühlt,
Wenn Alter euren Busen kühlt;
Die zitternde, die junge Brust,
War reicher ja an heiliger Lust,
Als das alte, das richtende Herze.

Und das es einst so ganz erfüllt,
Das eine einz'ge süße Bild,
Das wie ein Spiegel in euch war,
So ohne Makel, rein und klar,
Bewahret es rein euch im Herzen.

Dann winkt es wie ein Himmelsstern
Euch lächelnd zu von fern, von fern,
Erinnerung alter, sel'ger Zeit,
Und winket Trost in letztem Leid
Dem alten, dem einsamen Herzen.

(Ernst von Wildenbruch, 1845-1909, deutscher Schriftsteller und Diplomat)

Die Seele liegt nicht mehr umher

Die Seele irrt nicht mehr umher,
Sie liegt an deinem Herzen,
Zieht stolz jetzt durch dein Liebesmeer
Und kennt nur lachen und Scherzen.
Sie schläft in deinen Armen ein,
Küßt dich zu tausendmalen,
Und spiegelt in den Augen dein
Sich wie in Sonnenstrahlen.

(Sophie Albrecht, 1757-1840, deutsche Schriftstellerin, Schauspielerin)

S P R U C H kurz
Glück liegt in der Energie des Herzens.

(© Marie A.H.)

Rast das Herz

Rast das Herz,
leb schneller.
Steht es still,
leg dich hin.

(© M.B. Hermann)

S P R U C H kurz
In unserem Herzen liegt der Wert der Welt.

(Leopold Schefer, 1784-1862)

Willkommen und Abschied

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht:
Schon stand im Nebelkleid die Eiche,
Ein aufgetürmter Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.

Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah kläglich aus dem Duft hervor
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
Doch frisch und fröhlich war mein Mut:
In meinen Adern welches Feuer!
In meinem Herzen welche Glut!

Dich sah ich, und die milde Freude
Floß von dem süßen Blick auf mich;
Ganz war mein Herz an deiner Seite
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosenfarbnes Frühlingswetter
Umgab das liebliche Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich - ihr Götter!
Ich hofft es, ich verdient es nicht!

Doch ach, schon mit der Morgensonne
Verengt der Abschied mir das Herz:
In deinen Küssen welche Wonne!
In deinem Auge welcher Schmerz!
Ich ging, du standst und sahst zur Erden,
Und sahst mir nach mit nassem Blick:
Und doch, welch Glück, geliebt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück!

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, deutscher Dichter, Naturforscher)

Herz Symbol Wikipedia

Biografie, Werk, Zeitgenössische Rezeption, Nachleben, Ausstellungen, Wissenswertes rund um das Herzsymbol.

Dein Herz ist wie die Nacht so hell

Das bekannte und berühmte Gedicht "Weltende" von Else Lasker-Schüler mit Nachwort.

Alles Gute wünschen

Ob für das Leben, einen Lebensabschnitt, zum Trost bei Trauer, zum Geburtstag, zu Weihnachten, Neujahr oder für die Zukunft, hier erhalten Sie Sprüche und Gedichte sowie tiefsinnige Zitate um mit herzlichen Worten alles Gute zu wünschen.

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