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zitat

Mit Frauen soll man sich nie
unterstehn zu scherzen.

- Goethe -

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Bekannte und unbekannte Gedichte der Liebe, Freundschaft, über Herz und Seele. Kurze und lange Liebesgedichte von dem deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe.

Komm, Liebchen, komm!

Komm, Liebchen, komm! umwinde mir die Mütze!
Aus deiner Hand nur ist der Tulbend schön.
Hat Abbas doch, auf Irans höchstem Sitze,
Sein Haupt nicht zierlicher umwinden sehn!

Ein Tulbend war das Band, das Alexandern
In Schleifen schön vom Haupte fiel
Und allen Folgeherrschern, jenen andern,
Als Königszierde wohlgefiel.

Ein Tulbend ists, der unsern Kaiser schmücket;
Sie nennens Krone. Name geht wohl hin!
Juwel und Perle! sei das Aug entzücket!
Der schönste Schmuck ist stets der Musselin.

Und diesen hier, ganz rein und silberstreifig,
Umwinde, Liebchen, um die Stirn umher.
Was ist denn Hoheit? Mir ist sie geläufig!
Du schaust mich an, ich bin so groß als Er.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

Jetzt fühlt der Engel

Jetzt fühlt der Engel, was ich fühle.
Ihr Herz gewann ich mir beim Spiele,
Und sie ist nun von Herzen mein.
Du gabst mir, Schicksal, diese Freude,
Nun laß auch Morgen sein wie Heute
Und lehr mich ihrer würdig sein.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

Wonniglich

Wonniglich ists, die Geliebte verlangend im Arme zu halten,
Wenn ihr klopfendes Herz Liebe zuerst dir gesteht.
Wonniglicher, das Pochen des Neulebendigen fühlen,
Das in dem lieblichen Schoß immer sich nährend bewegt.
Schon versucht es die Sprünge der raschen Jugend; es klopfet
Ungeduldig schon an, sehnt sich nach himmlischem Licht.
Harre noch wenige Tage! Auf allen Pfaden des Lebens
Führen die Horen dich streng, wie es das Schicksal gebeut.
Widerfahre dir, was dir auch will, du wachsender Liebling -
Liebe bildete dich; werde dir Liebe zuteil!

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

Freudvoll

Freudvoll
und leidvoll,
gedankenvoll sein.
Hangen
und bangen
in schwebender Pein.
Himmelhoch jauchzend
zum Tode betrübt,
Glücklich allein
ist die Seele die liebt.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

aus Egmont.

Du hattest längst mir's angetan

Du hattest längst mir's angetan,
Doch jetzt gewahr ich neues Leben;
Ein süsser Mund blickt uns gar freundlich an,
Wenn er uns einen Kuss gegeben.

Tadelt man, dass wir uns lieben,
Dürfen wir uns nicht betrüben,
Tadel ist von keiner Kraft.
Andern Dingen mag das gelten,
Kein Missbilligen, kein Schelten
Macht die Liebe tadelhaft.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

Goethe an Ulrike von Levetzow.



Bleibe, bleibe bei mir

Bleibe, bleibe bei mir,
Holder Fremdling, süsse Liebe,
Holde, süsse Liebe,
Und verlasse die Seele nicht!
Ach, wie anders, wie schön
Lebt der Himmel, lebt die Erde,
Ach, wie fühl ich, wie fühl ich
Dieses Leben zum ersten Mal.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

aus Gedichte



Liebesbedürfnis

Wer vernimmt mich? ach, wem soll ichs klagen?
Wers vernähme, würd er mich bedauern?
Ach, die Lippe, die so manche Freude
Sonst genossen hat und sonst gegeben,
Ist gespalten, und sie schmerzt erbärmlich.
Und sie ist nicht etwa wund geworden,
Weil die Liebste mich zu wild ergriffen,
Hold mich angebissen, daß sie fester
Sich des Freunds versichernd ihn genösse:
Nein, das zarte Lippchen ist gesprungen,
Weil nun über Reif und Frost die Winde
Spitz und scharf und lieblos mir begegnen.

Und nun soll mir Saft der edlen Traube,
Mit dem Saft der Bienen bei dem Feuer
Meines Herds verenigt, Lindrung schaffen.
Ach, was will das helfen, mischt die Liebe
Nicht ein Tröpfchen ihres Balsams drunter?

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)



Nähe

Wie du mir oft, geliebtes Kind,
Ich weiss nicht wie, so fremde bist,
Wenn wir im Schwarm der vielen Menschen sind,
Das schlägt mir alle Freude nieder.
Doch ja, wenn alles still und finster um uns ist,
Erkenn ich dich an deinen Küssen wieder.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

Du bist mein

Du bist mein und bist so zierlich,
Du bist mein und so manierlich,
Aber etwas fehlt dir noch:
Küssest mit so spitzen Lippen,
Wie die Tauben Wasser nippen -
Allzu zierlich bist du doch!

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)


> mehr kurze Liebesgedichte

Was soll ich vom Wiedersehen hoffen?

Was soll ich nun vom Wiedersehen hoffen?
Von dieses Tages noch geschlossner Blüte?
Das Paradies, die Hölle steht dir offen,
Wie wankelsinnig regt sichs im Gemüte! -
Kein Zweifeln mehr! Sie tritt ans Himmelstor,
Zu ihren Armen hebt sie dich empor.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

Goethe an Ulrike.

Frech und fromm

Liebesqual verschmäht mein Herz,
Sanften Jammer, süssen Schmerz;
Nur vom Tüchtgen will ich wissen,
Heissem Äuglein, derben Küssen.
Sei ein armer Hund erfrischt
Von der Lust, mit Pein gemischt!
Mädchen, gib der frischen Brust
Nichts von Pein und alle Lust.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

Goethe an Christiane.

Es spricht sich aus der stumme Schmerz

Es spricht sich aus der stumme Schmerz,
Der Äther färbt sich blau und bläuer -
Da schwebt sie ja die golden Leier!
Komm alte Freundin, komm ans Herz!

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

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> mehr Schmerz Gedichte

Die schöne Nacht

Nun verlass ich diese Hütte,
Meiner Liebsten Aufenthalt,
Wandle mit verhülltem Schritte
Durch den öden, finstern Wald:
Luna bricht durch Busch und Eichen,
Zephyr meldet ihren Lauf,
Und die Birken streun mit Neigen
Ihr den süssten Weihrauch auf.

Wie ergetz ich mich im Kühlen
Dieser schönen Sommernacht!
O wie still ist hier zu fühlen,
Was die Seele glücklich macht!
Lässt sich kaum die Wonne fassen;
Und doch wollt ich, Himmel, dir
Tausend solcher Nächte lassen,
Gäb mein Mädchen eine mir.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

Nachklang

Es klingt so prächtig, wenn der Dichter
Der Sonne bald, dem Kaiser sich vergleicht;
Doch er verbirgt die traurigen Gesichter,
Wenn er in düstern Nächten schleicht.

Von Wolken streifenhaft befangen,
Versank zu Nacht des Himmels reinstes Blau;
Vermagert bleich sind meine Wangen
Und meine Herzenstränen grau.

Lass mich nicht so der Nacht, dem Schmerze,
Du Alllerliebstes, du mein Mondgesicht!
O du mein Phosphor, meine Kerze,
Du meine Sonne, du mein Licht!

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

Ja, die Augen warens

Ja, die Augen warens, ja, der Mund,
Die mir blickten, die mich küssten.
Hüfte schmal, der Leib so rund,
Wie zu Paradieses Lüsten.
War sie da? Wo ist sie hin?
Ja! sie wars, sie hats gegeben,
Hat gegeben sich im Fliehn
Und gefesselt all mein Leben.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

Amor bleibt ein Schalk

Amor bleibet ein Schalk, und wer ihm vertraut, ist betrogen!
Heuchelnd kam er zu mir: »Diesmal nur traue mir noch.
Redlich mein ichs mit dir: du hast dein Leben und Dichten,
Dankbar erkenn ich es wohl, meiner Verehrung geweiht.
Siehe, dir bin ich nun gar nach Rom gefolget; ich möchte
Dir im fremden Gebiet gern was Gefälliges tun.
Jeder Reisende klagt, er finde schlechte Bewirtung;
Welchen Amor empfiehlt, köstlich bewirtet ist er.
Du betrachtest mit Staunen die Trümmern alter Gebäude
Und durchwandelst mit Sinn diesen geheiligten Raum.
Du verehrest noch mehr die werten Reste des Bildens
Einziger Künstler, die stets ich in der Werkstatt besucht.
Diese Gestalten, ich formte sie selbst! Verzeih mir, ich prahle
Diesmal nicht; du gestehst, was ich dir sage, sei wahr.
Nun du mir lässiger dienst, wo sind die schönen Gestalten,
Wo die Farben, der Glanz deiner Erfindungen hin?
Denkst nun wieder zu bilden, o Freund? Die Schule der Griechen
Blieb noch offen, das Tor schlossen die Jahre nicht zu.
Ich, der Lehrer, bin ewig jung, und liebe die Jungen.
Altklug lieb ich dich nicht! Munter! Begreife mich wohl!
War das Antike doch neu, da jene Glücklichen lebten!
Lebe glücklich, und so lebe die Vorzeit in dir!
Stoff zum Liede, wo nimmst du ihn her ? Ich muß dir ihn geben,
Und den höheren Stil lehret die Liebe dich nur.«
Also sprach der Sophist. Wer widerspräch ihm? und leider
Bin ich zu folgen gewöhnt, wenn der Gebieter befiehlt. -
Nun, verräterisch hält er sein Wort, gibt Stoff zu Gesängen.
Ach, und raubt mir die Zeit, Kraft und Besinnung zugleich;
Blick und Händedruck, und Küsse, gemütliche Worte,
Silben köstlichen Sinns wechselt ein liebendes Paar.
Da wird Lispeln Geschwätz, wird Stottern liebliche Rede:
Solch ein Hymnus verhallt ohne prosodisches Maß.
Dich, Aurora, wie kannt ich dich sonst als Freundin der Musen!
Hat, Aurora, dich auch Amor, der lose, verführt?
Du erscheinest mir nun als seine Freundin und weckest
Mich an seinem Altar wieder zum festlichen Tag.
Find ich die Fülle der Locken an meinem Busen ! Das Köpfchen
Ruhet und drücket den Arm, der sich dem Halse bequemt.
Welch ein freudig Erwachen, erhieltet ihr, ruhige Stunden,
Mir das Denkmal der Lust, die in den Schlaf uns gewiegt! -
Sie bewegt sich im Schlummer und sinkt auf die Breite des Lagers,
Weggewendet; und doch läßt sie mir Hand noch in Hand.
Herzliche Liebe verbindet uns stets und treues Verlangen,
Und den Wechsel behielt nur die Begierde sich vor.
Einen Druck der Hand, ich sehe die himmlischen Augen
Wieder offen. - O nein! laßt auf der Bildung mich ruhn!
Bleibt geschlossen! ihr macht mich verwirrt und trunken, ihr raubet
Mir den stillen Genuß reiner Betrachtung zu früh.
Diese Formen, wie groß! wie edel gewendet die Glieder!
Schlief Ariadne so schön: Theseus du konntest entfliehn?
Diesen Lippen ein einziger Kuß! O Theseus, nun scheide!
Blick ihr ins Auge! Sie wacht! - Ewig nun hält sie dich fest.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)

An Charlotte v. Stein

Gewiß, ich wäre schon so ferne, ferne,
So weit die Welt nur offen liegt, gegangen,
Bezwängen mich nicht übermächtge Sterne,
Die mein Geschick an deines angehangen,
Daß ich in dir nun erst mich kennen lerne.
Mein Dichten, Trachten, Hoffen und Verlangen
Allein nach dir und deinem Wesen drängt,
Mein Leben nur an deinem Leben hängt.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1742-1832, deutscher Dichter, Schriftsteller, Naturforscher)



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