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Sehnsucht Gedichte



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SEHNSUCHT GEDICHTE
- Einsamkeit
- Sehnsucht
- Sehnsucht, du hast
- wach auf


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Liebesgedichte 2

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LIEBESGEDICHTE von
Brentano
Goethe
Rilke
Sidonie Grünwald-Zerkowitz
Yvan und Claire Goll

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zitat

Nur wer die Sehnsucht kennt,
weiss was ich leide.

- Goethe -

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Schöne Sehnsuchtsgedichte, poetisch, romantisch und voller Liebe.
Sie finden hier auch Schmerz- und Abschiedsgedichte und Sprüche.

Ich bin so reich in deinem Angedenken

Ich bin so reich in deinem Angedenken,
Dass ich mich nimmer kann ganz einsam nennen,
Nur wenn ich ganz mich kann hinein versenken,
Vergess ich es, dass Tal und Flut uns trennen
Will mir die Welt die eitlen Freuden schenken,
Ich fliehe sie und mag sie nimmer kennen,
Welt, Himmel, Lenz und Liebe sind vereint,
Wo mir dein Bild, ein süsser Stern, erscheint.

- Helmina von Chezy 1783-1856, deutsche Dichterin -




Damals

Damals -
da war ein kleiner Raum,
der dich behütete,
weil du ihn hüten musstest.

Manchmal
kam die Welt
an dein Fenster
und erzählte vom Leben da draussen.

Ein Hauch von Zeit
in dem du rückwärts lebtest
und nur Sehnsucht Wirklichkeit war...

Damals!

- © Monika Minder -




Seelenweh

Aufgeschlagen
Trage ich den Mantelkragen.
Nur für einen Augenblick
Bleibt der Horizont in Sicht.
Ich erstarre mit dem Schnee
Trage seelenweh.
Träume deine Lippen
Der Schnee verweht
Wie deine Schritte.

- © Monika Minder -




Ich streck die Hände nach dir aus

Die ersten Blätter sind gefallen
Die Tage nebeln dahin.
Ich meine noch die Glut zu schauen
Versäumtem nachzutrauern.

Hungerwach in nächtlicher Stunde
Streck ich die Hände nach dir aus.
Ich wollte doch im Grunde
Nur zu dir nach Haus.

- © Monika Minder -




Ewiges Sehnen

Es hat einmal ein Kuss
Mir Leben eingehaucht
Und bis zum Schluss
Mit Sehnsucht mich verbraucht.

Die Lust der Tränen
Hat mich nicht satt gemacht.
In der Liebe ewigen Sehnens
Versuch ich dich zu verstehen.

- © Monika Minder -




Wechsel

Als ich hinausgeschauet - vor wenig Stunden kaum -
Da glühten hell die Sterne am klaren Himmelsraum,
Und jetzt ist's trüb und dunkel, der Sturm braus't durch die Nacht -
Wo seid ihr hin, ihr Sterne, die mild mich angelacht?

Ach, auch im Busen glänzte mir einst ein Stern, gar mild,
In lichten Farben prangte der Zukunft heit'res Bild -
Und jetzt ist's trüb und dunkel, der Sturm braus't durch die Nacht, -
Wo seid ihr hin, ihr Träume, die selig mich gemacht?

- Wilhelm Schwartz 1816-1912, deutscher Dichter -




Allein will ich sein

Allein will ich sein
Ohne Lust und Leid.
Keine Sehnsucht soll mich nähren,
Kein A n d e r e s mich einvernehmen.

Allein will ich sein
Ohne Müssen, ohne Eid.
Keine Normen sollen mich quälen,
Keine Tränen sich vermählen.
Allein will ich sein.

- © Monika Minder -




Sehnsüchtige Schatten

Am Fensterbrett stütz ich die Hand
Aus meinen Augen malt
Ein sehnsüchtiges Licht
Leere Schatten an die Wand.

- © Monika Minder -




Meine Seele

Wie meine Seele nach dir schreit
Und meine Träume dich erhalten.
Ich hab das bange Einsamsein
Gerne aushalten wollen.

Kein Hoffen hat mich angehaucht,
Nur diese sanfte, leise Freiheit,
In die mein Herz nun lauscht
Und die die Seele freuet.

- © Monika Minder -




Sehnsucht

Ich kann keinen Schlaf mehr finden.
Die Sehnsucht bringt den wahren Schmerz.
Am Fenster duften zart die Linden
Und Schminke tropft vom kalten Herz.

- © Monika Minder -




Erinnerungsklang

Nur einmal liessest du mich hören
Die süsse Stimme im Gesang,
Doch in des Lebens schönsten Chören
Blieb mir seitdem von dir ein Klang.

Als wir an jenem Abend gingen
Im Garten, fern von Tanz und Chor,
Da wagt' ein himmlisch leises Singen
Sich scheu aus deiner Brust hervor,

Wortlos, wie Lerchen nur ergiessen
Aus Lust den Liederstrom so hell,
In dem wir ewig doch geniessen
Des Frühlings ganzen Geistesquell!

Ach allzurasch, wie Abendwehen,
Verhallte der geliebte Ton;
Der Morgen sah mich von dir gehen -
Nun sind wir fern seit Jahren schon.

Doch wenn des Frühlings Lerchen singen:
Dann fühl' ich selig, neubelebt,
Durch alle Lebenssaiten schwingen
Den Ton, dem einst mein Herz erbebt.

- Theodor Althaus 1822-1852, deutscher Schriftsteller, Theologe -




Liebe!

Du hast Deinen brünstigen Leib mir geschenkt,
Mit rasender Wollust das Hirn mir durchtränkt –
Ich aber ich dürste nach Liebe.

Der Wollust berauschender Opiumwein,
Er lullt ja die brennende Sehnsucht nur ein,
Die brennende Sehnsucht nach Liebe.

Im Wahnwitzgejauchz' dionysischer Gier
Aufzittert noch immer, noch immer in mir –
Die schreiende Sehnsucht nach Liebe.

- Felix Dörmann 1870-1928, österreichischer Schriftsteller -



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