Liebesgedichte Liebessprüche Gedichte Liebe Freundschaft Gedichte Abschied Gedichte Sehnsucht Gedichte Liebe Zitate
Danke Gedichte Hochzeit Gedichte Muttertag Gedichte Valentinstag Gedichte
Prosa Geschichten








Liebesbriefe Voltaire



__________________________

LIEBESBRIEFE
- Bettina von Arnim
- Charlotte von Kalb
- Germaine de Staël
- Paula Modersohn-Becker
- Schiller Friedrich
- Schlegel Friedrich
- Voltaire


Erzählungen
Geschichten
Kurzgeschichten
Prosa Gedichte
Prosa



LIEBESGEDICHTE von
Brentano
Goethe
Rilke
Sidonie Grünwald-Zerkowitz
Yvan und Claire Goll


__________________________

zitat

Zwei Dinge bedeuten mir
Leben: die Freiheit und
das Objekt meiner Liebe.

- Voltaire -

_______________________







Schöne Liebesbriefe des bekannten französischen Schriftstellers und Philosophen Voltaire.

Montag 27. Dezember 1745

Sie haben mir einen beglückenden Brief geschrieben, den ich an mein Herz gedrückt habe; ich bin gar nicht überrascht, dass Sie so gut Italienisch schreiben. Es ziemt sich für Sie, die Sprache der Liebe zu beherrschen. Bei Gott, ich kann Ihnen keinen Glauben schenken, wenn Sie mir sagen, dass Sie keinen Liebhaber hätten. Wie kann das möglich sein? Wie können Sie so viel Anmut einfach brachliegen lassen? Sie - und keine sinnliche Liebe? Ach, meine Allerliebste, Sie beleidigen Ihren Gott. Sie sagen mir, dass mein Brief brennende sinnliche Begierde in Ihnen geweckt hat, auch ich brenne vor Begierde. Ihre Worte haben mein Herz höher schlagen lassen und meine Leidenschaft entflammt. Ihrem Brief habe ich den Tribut entrichtet, den ich Ihrer Person hätte spenden wollen. Die Begierde verflüchtigt sich jedoch bald, aber die Freundschaft, die uns verbindet, das gegenseitige Vertrauen, die Freude des Herzens, die Begierde der Seele schwinden nicht so schnell dahin. Ich werde Sie bis zu meinem tod lieben. Hier in meinem Zimmer werden Sie die vier Karten für die Aufführung von Armida vorfinden. Ich werde sie Ihnen zu Füssen legen und anschliessend mit meiner lieben Denis von Paris nach Versailles fahren. Leben Sie wohl, ich umarme Sie tausendmal.



Liebesbrief Voltaire an Marie-Louise Denis

Diesen Mittwoch, Abends

Mein liebes Kind, Ihr Brief tröstet mich sehr über das Unglück hinweg, das es für mich bedeutet, hier in Versailles zu sein, über all die Mühen, die ich hier auf mich nehmen muss, damit mir auch nur die bescheidensten Bitten gewährt werden und um die Bosheiten abzuwehren, die man hier stets bereit ist, einander zuzufügen. Ich werde noch ganz blöd davon und bin sehr unglücklich, dass ich nicht zusammen mit Ihnen in Ruhe und Frieden leben kann, irgendwo weit weg von Königen, Höflingen und Armleuchtern. Diese Gedanken stürzen mich in Verzweiflung. Es treibt mir die Röte ins Gesicht, dass ich ein so grosser Philosoph in der Theorie sein kann und ein so armseliges menschliches Exemplar in der Praxis. Nur jene finden Glück und einen Sinn im Leben, die selbiges mit ihren Freunden verbringen. Ich hoffe darauf, bald zurückzukehren; Ihre Gegenwart vertreibt all meinen Kummer und meine Sorgen. Aber welch ein Schicksal ist dies, fortwährend voneinander getrennt zu sein! Sich nach einander zu sehnen, ohne sich sehen zu können! Ach, ich bin es leid, nicht mit Ihnen im selben Haus zu weilen! Es scheint mir, dass Sie mir Seelenfrieden bringen. Leben Sie wohl, mein liebes Kind. Lieben Sie den Wütenden von Versailles ein wenig!



Kurzer Liebesbrief von Voltaire an Marie-Louise Denis

1746

Ach, grosser Gott, mein liebes Kind, wer sind die Übeltäter, die Ihnen erzählt haben, ich hätte mit Mme Le Dosseur zu Abend gegessen? Ich habe ganz sicherlich mit überhaupt niemandem zu Abend gegessen, seit ich mit Ihnen zu Abend gegessen habe! Kommen Sie morgen doch zur Generalprobe, wenn Sie können, zusammen mit Mme Desfontaines, falls sie kann. [...] Doch das sind schöne Bagatellen. Ich liebe Sie von ganzem Herzen. Das ist Ernst. Man wollte mich begraben, aber ich bin ihnen entschlüpft.

Einen Guten Abend, V.



Kurzer Liebesbrief von Voltaire an Marie-Louise Denis

Mein liebes Kind, da gibt es tausend Dinge, die ich Ihnen sagen muss. Falls Sie bei sich zu Hause dinieren, werde ich zwischen 3 und 4 Uhr vorbeikommen, um Sie nach Ihrem Diner zu sehen. Erwarten Sie den allerbesten Ihrer Freunde.

V.



Liebesbrief von Voltaire an Marie-Louise Denis

Freitag, März 1749


Mia cara, ich habe grössere Lust, Sie zu küssen, als Sie keine haben, einen
Rückfall zu erleiden. Ich diniere nicht mehr, ich habe um Ihretwillen meine
Essgewohnheiten völlig auf den Kopf gestellt, bis Sie sich endlich dazu
herablassen, mit mir zu Abend zu essen. Geben Sie um meinetwillen
Mme du Bocage einen Korb, sie liebt Sie nicht so wie ich.


- Voltaire, französicher Schriftsteller und Philosoph, 1694-1778 -


Quelle: Liebesbriefe grosser Männer, © marixverlag GmbH Wiesbaden,
4. Auflage 2011, Seite 13-16.

Hier veröffentlicht mit Bewilligung des Marixverlages Wiesbaden 2011.


________________________________________________________


Liebesbriefe großer Männer: Ewig dein, ewig mein, ewig uns





Marix Verlag


________________________________________________________







Mehr Liebesbriefe

Liebesbriefe von Bettina von Arnim an Goethe
Liebesbriefe von Charlotte von Kalb an Jean Paul
Liebesbriefe von Germaine de Staël an Adolf Ludwig Ribbing
Liebesbriefe von Paula Modersohn-Becker an Otto Modersohn
Liebesbriefe von Friedrich Schiller an Charlotte Lengefeld
Liebesbrief von Friedrich Schlegel




Link-Tipps

Voltaire
Leben und Werke.

Marie Louise Mignot (Denis)
Biografie.

Lebensweisheiten
Tiefgründige Weisheiten des Lebens.








Weitere Liebesgedichte und Prosa

Prosa Gedichte Erzählungen Liebesgedichte
Liebesbriefe Liebessprüche Geschichten
Liebe Gedichte Kurzgeschichten
Freundschaft Geburtstag Zitate
Hochzeit Brentano Goethe
Rilke Danke Sehnsucht
Muttertag Abschied
Liebeskummer




nach oben