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zitat

Auf, und wende den Schritt heiter ins Leben hinein! Schmälre die Stunden nicht, die dir der Tag beschert.

- Otto Julius Bierbaum -

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Schönes Liebesgedicht von Otto Julius Bierbaum, sowie weitere Gedichte des bekannten deutschen Schriftstellers.

Metamorphosen

Winterkrank war meine Seele,
Und sie kroch wie eine faule Kröte
Zwischen kalten Steinen.

An den leeren Stunden klebte sie
Wie eine müde Fliege am angelaufenen,
Undurchsichtigen Fensterglas.

Sonst war meine Seele ein Schmetterling,
Ein leichter, feiner, blütenverliebter Schmetterling,
Der sich im Sonnenscheine von weichen Winden
Gerne tragen liess, wie ein Blumenblatt;
Und er steckte sein Saugrüsselchen gerne in alle Süssigkeit,
Und er berauschte sich gerne am Tausendblumengeist,
Und im offenen, samenstaubduftigen Schosse üppiger,
Buttergelber Rosen schlief er gerne,
Der sorgenlose, leichtsinnige,
Frei schwebende Schmetterling meiner Seele.

Weisst du noch, meine Seele, wie du zum letztenmale
Schmetterling warst?

Das war ein heller, herber Tag,
Hell wie ein braunes Mädchenauge,
In dem der Spott lacht:
"Liebe, – was ist denn das?"

Solch ein Tag wars: Herbstbeginn.

Da flogst du, meine leichtgläubige Seele,
Durch die kalte Helligkeit und suchtest Blüten;
Aber fallende Raschelblätter,
Niederzitternd in zagender Schwäche,
Störten deinen Flug, und du wurdest verzagt
Und frorst in dieser leeren Helle.

Da wurdest du ein kriechendes Thier, meine Seele,
Und du hast dich verkrochen vor dem lieblosen Winter
Und dumpf geschlafen.

Ohne Seele,
Ohne Liebe,
Ohne Rausch und Taumel ging ich
Durch diesen Winter, ein verdrossener Krüppel,
Und sah ich die Sonne, so fragte mein Auge:
"Was soll diese blinde, angelaufene Scheibe?"

Ein einziges, grosses Elend war mir dieser Winter.

Da, mitten in der Nacht,
Gestern,
Wachte meine Seele auf, und ich fühlte es hell:
Sie hob Flügel wieder, meine Seele,
Und sie ist wieder Schmetterling.

Und ich weiss: Zwei blaue, leuchtende Blumen
Sucht sie, und nie noch kostete sie solche
Süssigkeit, wie in diesen beiden
Blauen Blumen ist.

(Otto Julius Bierbaum 1865-1910, deutscher Schriftsteller)

Nachtgang

Wir gingen durch die dunkle, milde Nacht,
Dein Arm in meinem,
Dein Auge in meinem;
Der Mond goss silbernes Licht
Ueber dein Angesicht;
Wie auf Goldgrund ruhte dein schönes Haupt,
Und du erschienst mir wie eine Heilige: mild,
Mild und gross und seelenübervoll,
Gütig und rein wie die liebe Sonne.
Und in die Augen
Schwoll mir ein warmer Drang,
Wie Thränenahnung.
Fester fasst ich dich
Und küsste -
Küsste dich ganz leise, - meine Seele
Weinte.

(Otto Julius Bierbaum 1865-1910, deutscher Schriftsteller)

Weisst du noch

Weisst du noch: das kleine Haus
Zwischen Wald und See und Feld?
Eine alte Eiche hält
Wacht davor.

Weisst du noch: das Zimmerchen?
Wie ein Käfig war es klein,
Nur ein Tisch, ein Stuhl und ein
Kanapee.

Weisst du noch: die Dämmerung?
Glockenklang vom Kloster her …;
"Nun lass ich dich nimmermehr!"
Weisst du noch?

(Otto Julius Bierbaum 1865-1910, deutscher Schriftsteller)

Reichtum

Perlen gleiten durch meine Hand -:
Das war Wasser, das verschwand;
Gold kam über mich hergelaufen -:
Wolkenberge, Wolkenhaufen;
Nichts ist mehr in meiner Hand,
Und ich kann mir garnichts kaufen,
Und mir blieb nur, was ich fand:
Ein Herz für mich, ein Glück für mich,
Zwei Augen, die leuchten: Ich liebe dich,
Und eine Wärme innerlich:
Du, du und ich ...

(Otto Julius Bierbaum 1865-1910, deutscher Schriftsteller)

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