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Apassionata

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LIEBESGEDICHTE

Agnes
Apassionata
Bleib noch eine Weile
Erklär mir Schweigen
Erste Liebe
Ich denke dein
Ich und Du
Küss mich noch einmal
Liebe auch
Lieben und geliebt zu werden
Liebesnacht
Metamorphosen
Mit meinem Bilde
Wie ich dich liebe
Wiederfinden
Wiedersehen ausmalen


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LIEBESGEDICHTE von
Brentano
Goethe
Rilke
Sidonie Grünwald-Zerkowitz
Yvan und Claire Goll

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zitat

Der Kuss ist der Vulkan
des Herzens.

- Friedrich Hebbel -

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Schönes Liebesgedicht von Gerrit Engelke und viele weitere Gedichte dieses deutschen Autors, sowie gute Links und Bücher-Tipps.

Apassionata

Du hast durch deinen Kuss
Mein stromvoll Blut geweckt
Dass mich nun uferlose grosse Nacht umspült,
Herwehend Glanz und Taumel.

Ein wiegend Zittern schwillt in meiner Füsse Wurzeln,
Einströmen lassend Erde und Getön,
Und springt aus meiner Kniee Schreiten in die Brust
Zu meerbewegter Melodie,
Darin mein Herz, die Orgel rauscht.

Nun sich im Takte meine Sohlen heben
Und grenzenlos beseeltes Schweben
Die Glieder übergiesst:
Hab ich die Arme aufgehoben,
Den Blick in Himmeldunkelblau zerstoben
Und fühl, wie meiner aufgelockten Haare schopf
Die nachtbemalten Wolken streift,
Sternenblütenkranz die Stirn umgreift,
Und tanze, tanze zu dir hin!

Denn meiner segelwilden Sehnsucht Schauer,
All meine Einsamkeiten Trauer,
Mein hin und her durchflutet Sein,
Und nun des sel'gen Leibes neue Lust:
Stürmt fort und fort an deine Brust,
Will nur in dir geborgen sein!

- Gerrit Engelke 1890-1918, deutscher Dichter -

Liebe

Mann:
Über Nächte, über Wege, Schroffen
Rief ich fünfzehn Jahre wirr nach dir -
Nun hat dich mein Herzgeschrei getroffen.
Einst hiess alles: Ich - nun ruf ich: Wir!

Weib:
Es war wohl vieles Locken schon um mich,
Doch fremdes wars, und nicht das deine -
Ich wusste, dass es kam und brächte dich,
Dass uns der eine Klang vereine!
Nun bist du da,
Mir körpernah.

Mann:
Glückvoll bebend heb ich deinen Leib
Hoch auf meine Schulterbreite,
Trage dich, mein liebewertes Weib,
Fort zur Horizontesweite. -
Deines Lebens reiche Last,
Drückt sie bald zur Rast
Meinen glückbeschwerten Fuß?

Nein, mein Weib, hinauf, hinauf
Lenkst du meinen leichten Schritt!
Froh geh ich, als liefest du vorauf.
Tag und Erde wandern mit,
Ferner dehnt sich hell die Ferne,
Doch ich frage nicht wohin,
Lockend trag ich dich dahin
In die helle Ferne -
Fühlst du, wie der Morgen klingt -
Fühlst du, wie die Erde singt,
Wie sich alles Leben, frohbeschwingt,
Uns in sich, und sich um uns verschlingt?
Sieh, es winkt
Strahlend uns der Mittag.

- Gerrit Engelke 1890-1918, deutscher Dichter -

Sehnsucht

Sanft strömt vom andern Ufer aus dem Wälderschweigen
Über lichtbeglänzte Flut der Abend.
Trunken schweift der Blick ins Weite,
Steigt geöffnet in die wolkigen Gefilde,
Taumelt in das grenzenlose Licht hinein -
Und das Herz schwingt zitternd ein:
Nur selig sein.

- Gerrit Engelke 1890-1918, deutscher Dichter -

Frage

Nun Du!
Du neuer Blick und Atem gegenüber, -
Dir zwing ich meine Lippen, weil ich muss
Und sage:
Sieh mich an!
Gesicht lass ruhen in Gesicht,
Es geht nicht anders mehr.

Wo ist denn Schuld,
Dass Stirne nun an Stirne stösst,
Das Herz, das sonst in Einsamkeit hinfror,
In taubem Kummer sich verlor,
Im Drang die schwere Zunge löst,
Ergriffen stürzt:
Du Weib!

Schliess auf, schliess auf
Den engen Ring, der meine Brust umpreßt!
Der mich nicht atmen lässt,
Der mich zum qualgepflügten Boden niederwarf,
So oft ich meine Stirn erhob -
Du hast die Macht.

Du brauchst nur mit deinem Finger
An mein Herz zu rühren,
Damit es wieder sehend würde:
Und alle Türen, Horizonte, alle Himmel
Sprängen offen mir entgegen:
Ich schritte mächtig aus auf brausenden Wegen,
Bestürmt und durchschwellt,
Zu neuem Lebensland!
Zu deinem Herzen in der Welt!

Verbirgst du deine Hand?

- Gerrit Engelke 1890-1918, deutscher Dichter -

Wo ich gehe

Jeder Schritt sagt deinen Namen,
Jeder Blick träumt nach dem deinen;
Sehnsucht macht die Füße lahmen,
Wenn im Herbst die Wolken weinen,
Regen über Blätter tropft,
Und ein Herz sich müde klopft.

Rosen gluten noch im Garten,
Rosen, die um Frauen werben - -
Auch die Rosen müssen warten,
Wie die welken Tage sterben.
Hörst du nicht, was ich dir schrieb?
Hast du meine Rosen lieb?

Wind, der über Hänge brandet,
Rot und gelbe Blätterwildnis,
Nacht, die über Sternen landet,
Leben nur mit deinem Bildnis,
Küssen mich mit deinem Mund,
Herb und zärtlich, wild und wund.

- Gerrit Engelke 1890-1918, deutscher Dichter -



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