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LIEBESGEDICHTE von

Brentano
Goethe
Rilke
Sidonie Grünwald-Zerkowitz
Yvan und Claire Goll

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zitat

Der Humor ist keine Gabe
des Geistes. Er ist eine
Gabe des Herzens.

- Ludwig Börne -

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Lustige Gedichte von und über die Liebe und das Leben. Sie erhalten
hier auch Liebessprüche und Freundschaftsgedichte.

Die Verschwiegenen

Ich habe wohl, es sei hier laut
vor aller Welt verkündigt,
gar vielen heimlich anvertraut,
was du an mir gesündigt.

Ich sagt’s dem ganzen Blumenheer,
dem Veilchen sagt’ ich’s stille,
der Rose laut, und lauter der
grossäugigen Kamille.

Doch hat’s dabei noch keine Not,
bleib’ munter nur und heiter,
die es gewusst, sind alle tot,
und sagen’s nicht mehr weiter.

- Hermann von Gilm 1812-1864, österreichischer Dicher -




Gleichgültigkeit

Als ich gestern lag in meinem Bette,
Klopfte es so gegen Mitternacht.
Meine Meinung war, es sei Jeannette,
Und natürlich hab' ich aufgemacht.
Leise kam es jetzt hereingeschlichen,
Setzte sich an meines Bettes Rand.
Hat mir über meinen Kopf gestrichen
Mit der ziemlich grossen, dicken Hand.
Doch ich merkte bald an ihren Formen:
Dieses Weib ist ja Jeannette nicht,
Deren Hüften nicht von so enormem
Umfang sind und solchem Schwergewicht.
Trotzdem schwieg ich. Denn ich überlegte:
Nicht das Wer, das Wie kommt in Betracht,
Ausserdem, die Absicht, die sie hegte,
War entschieden löblich ausgedacht.
Was bedeutet dieserhalb ein Name?
In der Liebe ist das einerlei,
Man verlangt nur, dass es eine Dame
Und von angenehmem Fleische sei.

- Ludwig Thoma, deutscher Schriftsteller, 1867-1921 -




An eine unbekannte Liebe

Ich würde gerne eine Torte zieren
Und dir von Herzen gratulieren.
Auch ein fein Gedicht
Zum besten fabulieren
Doch, es ist ganz ärgerlich
Ich weiss den Tag des Festes nicht.

Dabei möcht ich dir überreichen
Die schönsten meiner Veilchen.
Ich würd mit dir auf Küssen liegen
Mein Herz in deinem wiegen
Und sozusagen
Dich auf meinen Händen tragen.

- © Monika Minder -




Der Junggeselle

Ich bin ein Junggeselle -
Die Mutter sprach zu mir:
"Es flieht wie Wind und Welle
Die Liebe, sieh' dich für!
Sie schafft nur Angst, sie schafft nur Pein;
Das muss
der Liebe Art wohl sein."

Ich sass auf meiner Schwelle,
Da kam ein schönes Kind.
"Gott grüss' dich, Junggeselle!"
""Ich danke, liebes Kind!""
Ich winkte ihr, sie kam herein;
Daß muss
Der Liebe Art wohl sein.

"Ei", rief sie, "Junggeselle,
Kennst du die Liebe, wie?"
""Ach nein, wie Wind und Welle,
Spricht Mutter, wechselt sie.""
Da lachte sie und rief: "Nein, nein!
Das kann
Der Liebe Art nicht sein!"

Sie schlang den Arm zur Stelle
Um mich und küsste mich.
Ich fühlt', wie Wind und Welle
Aus dem Gedächtnis wich.
Das Herz schlug mir zum Hals hinein;
Daß muss
Der Liebe Art wohl sein.

Da nahte von der Quelle
Des Nachbars Jörge sich.
Sie liess mich auf der Schwelle
Und küsste Georg wie mich.
Ich zürnte sehr, doch fiel mir ein:
Daß muss
Der Liebe Art wohl sein.

- Alexander von Ungern-Sternberg 1806-1868, deutscher Dichter -




Ich möchte dir nicht, was andre wünschen wünschen

Ich möchte dir nicht, was andre wünschen wünschen
Glück und Segen, Zufriedenheit auf allen Wegen
Das ist zwar ganz nett und höflich,
aber auch ein bisschen langweilig.

Viel lieber möchte ich dir so Dinge wie:
Aufregung, Leidenschaft und Verrücktheit wünschen,
Arbeiten und Werke, für die es lohnt, sich den Arsch
aufzureissen und zu leben.

Und Sehnsucht möchte ich dir wünschen,
und dass du dich von ihr ziehen lässt.

Ich möchte dir Küsse wünschen,
die dich in den Abgrund ziehen,
wenn auch nur für eine Nacht.

Und natürlich möchte ich dir verdammt guten Sex wünschen.
Ich meine so richtig guten, nicht solchen, den du schon
am nächsten Tag wieder vergessen hast.

Ja, das alles möchte ich dir wünschen und noch viel mehr.

Du siehst, ein bisschen etwas muss man schon tun für
sein Glück und seine Zufriedenheit.

- © Monika Minder -




Sie war ein Blümlein hübsch und fein

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
Hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
Der selig an der Blume hing.

Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
Und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
Am hübschen Blümlein auf und ab.
Ach Gott, wie das dem Schmetterling
So schmerzlich durch die Seele ging.

Doch was am meisten ihn entsetzt,
Das Allerschlimmste kam zuletzt.
Ein alter Esel frass die ganze
Von ihm so heiss geliebte Pflanze.

- Wilhelm Busch 1832-1908, deutscher Dichter -




Liebesjubel

Ich ritzt' es gern in alle Rüben ein,
Ich stampft' es gern in jeden Pflasterstein,
Ich biss' es gern in jeden Apfel rot,
Ich strich es gern auf jedes Butterbrot,
Auf Wand, Tisch, Boden, Fenster möcht' ich's schreiben:
Dein ist mein Herz, und soll es ewig bleiben !

Ich schör' es gern in jede Taxusheck',
Graviert' es gern in jedes Essbesteck,
Ich sät' es gern als lecker grüne Saat
Ins Gartenbeet mit Kohlkopf und Salat,
In alle Marzipane möchte' ich's drücken
Und spicken gern in alle Hasenrücken
Und zuckerzäh auf alle Torten treiben:
Dein ist mein Herz, und soll es ewig bleiben !!

Ich möcht' mir zieh'n ein junges Känguruh,
Bis dass es spräch' die Worte immerzu,
Zehn junge Kälbchen sollen froh sie brüllen,
Hell wiehern hundert buntgescheckte Füllen,
Trompeten eine Elefantenherde,
Ja, was nur kreucht und fleucht auf dieser Erde,
Das soll sie schmettern, pfeifen, quaken, bellen,
Bis dass es dröhnt in allen Trommelfellen
Mit einem Lärm, der gar nicht zu beschreiben
Dein ist mein Herz, und soll es ewig bleiben !!!

- Hanns von Gumppenberg 1866-1928, deutscher Dichter -




Lass dich tragen

Komm lass dich tragen auf den Armen
Mein edles goldnes Du!
Und habe kein Erbarmen,
Ich küss auch deine Schuh!

- © Monika Minder -




Ich habe dich so lieb

Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen
Schenken.

Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut.

Vorbei - verjährt -
Doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.

Die Zeit entstellt
Alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen.

Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.

Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache
An einem Sieb.

Ich habe dich so lieb.

- Joachim Ringelnatz 1883-1934, deutscher Schriftsteller -




Mein Veilchen

Das kleine blaue Veilchen
Kennet mein ganzes Herz.
Hab' ihm von aller Freude
Erzählt, von allem Schmerz.

Das kleine blaue Veilchen
Weiss es ja sehr genau,
Weshalb ich immer weine,
So oft ich es erschau.

Das kleine blaue Veilchen
Erfasst's in seinem Sinn,
Warum ich in der Liebe
So knapp bei Kasse bin.

- Julie Schrader, deutsche Schriftstellerin, 1881-1939 -

Quelle: Wenn ich liebe, seh ich Sterne, Gedichte der Julie Schrader,
Deutscher Taschenbuch Verlag, 4. Auflage 1977, Seite 45.





Diana

Diese schönen Gliedermassen
Kolossaler Weiblichkeit
Sind jetzt, ohne Widerstreit,
Meinen Wünschen überlassen.

Wär ich, leidenschaftentzügelt,
Eigenkräftig ihr genaht,
Ich bereute solche Tat!
Ja, sie hätte mich geprügelt.

Welcher Busen, Hals und Kehle!
(Höher seh ich nicht genau.)
Eh ich ihr mich anvertrau,
Gott empfehl ich meine Seele.

- Heinrich Heine 1797-1856, deutscher Dichter, Schriftsteller, Journalist -




Kleiner Roman

Sie lernte Stenographin.
Er war Engros-Kommis.
Im Speisewagen traf ihn
ein Blick. Er liebte sie.

Auf einer Haltestelle
brach man die Reise ab,
woselbst er im Hotelle
sie als sein Weib ausgab.

Nicht viel, das man sich fragte.
Doch küssten sie genug.
Und als der Morgen tagte,
ging schon der nächste Zug.

Nach einer kurzen Stunde
fand ihre Fahrt den Schluss.
Er nahm von ihrem Munde
noch einen heissen Kuss.

Er sah sie schnupftuchwinkend
noch stehn zum letzten Mal,
und in sein Auge blinkend
sich eine Träne stahl.

Er soll sie heut noch lieben.
Sie war so drall und jung.
Ihr ist ein Kind geblieben
und die Erinnerung.

- Erich Mühsam 1878-1934, deutscher Autor und Publizist -




Im Garten des Herrn

Heut sieht die Welt mir lustig aus,
Ein hell und bunter Blumenstrauss,
Mir ist so froh zu Mute.
Wer hat das getan? Ein roter Mund,
Zwei volle Arme und Brüste rund,
An denen ich nächten ruhte.

Aus Liebe hat die Welt gemacht
Der liebe Gott bei Tag und Nacht
In einer Wochenrunde.
Drum folge deines Gottes Spur
Und lieb auch du, o Kreatur,
Zu jeder guten Stunde.

Dann ist die Welt dir wie ein Strauss,
Sieht hell und bunt und fröhlich aus
Und du wirst selber blühen
Im Garten der Gottseligkeit,
Wo in des Himmels Licht gedeiht
Das Blümlein Glück-ohn-Mühen.

- Otto Julius Bierbaum 1865-1910, deutscher Schriftsteller -



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