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Liebesgedichte Brentano



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BRENTANO LIEBESGEDICHTE
- alles lieben oder eins lieben
- an S.
- Claudia
- die Jungfrau und die Blumen
- es war einmal die Liebe


Liebesgedichte
Liebesgedichte 2

Liebesgedichte kurz
Lustige Liebesgedichte



LIEBESGEDICHTE von
Brentano
Goethe
Rilke
Sidonie Grünwald-Zerkowitz
Yvan und Claire Goll


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zitat

Adam und Eva habens Lieben
erdacht. Ich und mein Schätzle
haben's auch so gemacht.

- Clemens Brentano -

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Liebesgedichte - Clemens Brentano - kurze Liebes Gedichte

Sie erhalten hier schöne Liebesgedichte des deutschen Schriftstellers

Liebes Gedicht Brentano

Die Liebe lehrt

Die Liebe lehrt
Mich lieblich reden,
Da Lieblichkeit
Mich lieben lehrte.

Arm bin ich nicht
In deinen Armen,
Umarmst du mich
Du süsse Armut.

Wie reich bin ich
In deinem Reiche,
Der Liebe Reichtum
Reichst du mir.

O Lieblichkeit!
O reiche Armut!
Umarme mich
In Liebesarmen.

- Clemens Brentano 1778-1842, deutscher Schriftsteller -




Kurzes Liebesgedicht

Du


Die Erde war gestorben
Ich lebt ganz allein
Die Sonne war verdorben,
Bis auf die Augen dein.

Du bietest mir zu trinken
Und blickest mich nicht an
Lässt du die Augen sinken
So ist's um mich getan.

Der Frühling regt die Schwingen
Die Erde sehnet sich
Sie kann nichts wiederbringen
Als dich, du Gute, dich.

- Clemens Brentano 1778-1842, deutscher Schriftsteller -


> mehr Frühling Gedichte




Schönes Liebesgedicht

Die Liebe fing mich ein mit ihren Netzen


Die Liebe fing mich ein mit ihren Netzen,
Ich binde mich den heiligen Gesetzen,
Und alle Pflicht erscheint ein leerer Wahn.
Es stürzen bald des alten Glaubens Götzen,
Zieht die Natur mich so mit Liebe an.
O süsser Tod, in Liebe neu geboren,
Bin ich der Welt, doch sie mir nicht verloren.

- Clemens Brentano 1778-1842, deutscher Schriftsteller -




Schönes Liebesgedicht

Lieb und Leid im leichten Leben


Lieb und Leid im leichten Leben
Sich erheben, abwärts schweben,
Alles will das Herz umfangen,
Nur Verlangen, nie erlangen,

In dem Spiegel all ihr Bilder,
Blicket milder, blicket wilder,
Kann doch Jugend nichts versäumen
Fort zu träumen, fort zu schäumen.

Frühling soll mit süssen Blicken
Sie entzücken und berücken,
Sommer mich mit Frucht und Myrten,
Reich bewirten, froh umgürten.

Herbst du sollst mich Haushalt lehren,
Zu entbehren, zu begehren,
Und du Winter lehr mich sterben,
Mich verderben, Frühling erben.

Wasser fallen um zu springen,
Um zu klingen, um zu singen,
Schweig ich stille, wie und wo?
Trüb und froh, nur so, so!

- Clemens Brentano 1778-1842, deutscher Schriftsteller -




Bekanntes Liebesgedicht Brentano

Abendständchen


Hör', es klagt die Flöte wieder,
Und die kühlen Brunnen rauschen.
Golden weh'n die Töne nieder,
Stille, stille, lass uns lauschen!
Holdes Bitten, mild Verlangen,
Wie es süss zum Herzen spricht!
Durch die Nacht, die mich umfangen,
Blickt zur mir der Töne Licht!

- Clemens Brentano 1778-1842, deutscher Schriftsteller -




Kurzes Liebesgedicht Brentano

Die Liebe fing mich ein


Die Liebe fing mich ein mit ihren Netzen,
Und Hoffnung bietet mir die Freiheit an;
Ich binde mich den heiligen Gesetzen,
Und alle Pflicht erscheint ein leerer Wahn.
Es stürzen bald des alten Glaubens Götzen,
Zieht die Natur mich so mit Liebe an.
O süßer Tod, in Liebe neu geboren,
Bin ich der Welt, doch sie mir nicht verloren.

- Clemens Brentano 1778-1842, deutscher Schriftsteller -







Kurzes Liebesgedicht

Lebe wohl, vergiss mein nicht


Lebe wohl, vergiss mein nicht,
Schenke mir dein Angedenken,
Liebe kannst du mir nicht schenken,
Denn das Schicksal will es nicht!

- Clemens Brentano 1778-1842, deutscher Schriftsteller -


> mehr Abschied Gedichte




Kurzes Liebesgedicht

Ich weiss wohl, was du liebst in mir


Ich weiss wohl, was du liebst in mir -
Es ist die Glut in meiner Brust. -
Es ist die zauberhafte Zier,
Der tief geheimen innern Lust.
Die strahlt in mir und ruft zu dir:
Schliess mich in einen Felsenstein,
So ruf ich doch durch Mark und Bein!
Komm, lebe, liebe, stirb bei mir
Du musst, du musst! -

- Clemens Brentano 1778-1842, deutscher Schriftsteller -




Liebes Gedicht von Brentano

Die Rose blüht


Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene,
Die in der Blätter keuschen Busen sinkt,
Und milden Tau und süssen Honig trinkt,
Doch lebt ihr Glanz und bleibet ewig grüne.
So singt mein tiefstes Freudenlied,
Ach meine Rose blüht!

Die Rose blüht, o Sonnenschein verziehe,
Dass lange noch der liebe Sommer währt,
Und mir kein Sturm die süsse Lust versehrt,
Dass all mein Heil aus dieser Rose blühe,
So freut sich innig mein Gemüt,
Weil meine Rose blüht!

Die Rose blüht, und lacht vor andern Rosen,
Mit solcher Huld, und Liebesmildigkeit,
Dass gern mein Sinn sich zu der Pflicht erbeut,
Mit andern Blumen nie mehr liebzukosen,
Weil alle Liebe, die erglüht,
Aus dir du Rose blüht!

- Clemens Brentano 1778-1842, deutscher Schriftsteller -




Brentano Liebesgedicht

Die Rose blüht


Die Rose blüht, ich bin die fromme Biene,
Die in der Blätter keuschen Busen sinkt,
Und milden Tau und süssen Honig trinkt,
Doch lebt ihr Glanz und bleibet ewig grüne.
So singt mein tiefstes Freudenlied,
Ach meine Rose blüht!

Die Rose blüht, o Sonnenschein verziehe,
Dass lange noch der liebe Sommer währt,
Und mir kein Sturm die süsse Lust versehrt,
Dass all mein Heil aus dieser Rose blühe,
So freut sich innig mein Gemüt,
Weil meine Rose blüht!

Die Rose blüht, und lacht vor andern Rosen,
Mit solcher Huld, und Liebesmildigkeit,
Dass gern mein Sinn sich zu der Pflicht erbeut,
Mit andern Blumen nie mehr liebzukosen,
Weil alle Liebe, die erglüht,
Aus Dir Du Rose blüht!

- Clemens Brentano 1778-1842, deutscher Schriftsteller -







Liebesgedicht Brentano

Wo schlägt ein Herz


Wo schlägt ein Herz das bleibend fühlt?
Wo ruht ein Grund nicht stets durchwühlt,
Wo strahlt ein See nicht stets durchspült,
Ein Mutterschoss, der nie erkühlt,
Ein Spiegel nicht für jedes Bild
Wo ist ein Grund, ein Dach, ein Schild,
Ein Himmel, der kein Wolkenflug
Ein Frühling, der kein Vogelzug,
Wo eine Spur, die ewig treu
Ein Gleis, das nicht stets neu und neu,
Ach wo ist Bleibens auf der Welt,
Ein redlich ein gefriedet Feld,
Ein Blick der hin und her nicht schweift,
Und dies und das und nichts ergreift,
Ein Geist, der sammelt und erbaut,
Ach wo ist meiner Sehnsucht Braut;
Ich trage einen treuen Stern
Und pflanzt' ihn in den Himmel gern
Und find' kein Plätzchen tief und klar,
Und keinen Felsgrund zum Altar,
Hilf suchen, Süsse, halt o halt!
Ein jeder Himmel leid't Gewalt.
Amen!

- Clemens Brentano 1778-1842, deutscher Schriftsteller -


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Liebesgedicht Brentano

Geheime Liebe


Unbeglückt muss ich durchs Leben gehen,
Meine Rechte sind nicht anerkannt;
Aus der Liebe schönem Reich verbannt,
Muß ich dennoch stets ihr Schönstes sehen!

Nicht die schwache Zunge darf's gestehen,
Nicht der Blick verstohlen zugesandt,
Was sich eigen hat das Herz ernannt,
Nicht im Seufzer darf's der Brust entwehen!

Tröstung such' ich bei der fremden Nacht,
Wenn der leere lange Tag vergangen,
Ihr vertrau' ich mein geheim Verlangen;

Ist in Tränen meine Nacht durchwacht,
Und der lange leere Tag kommt wieder,
Still ins Herz steigt meine Liebe nieder.

- Clemens Brentano 1778-1842, deutscher Schriftsteller -




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Clemens Brentano, Band 5,1. Gedichtbearbeitungen I;
Text, Lesarten und Erläuterungen;
Sämtliche Werke und Briefe: Bd 5.1








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